Wollen Sie, dass fast ein Drittel Ihrer Kunden nicht bezahlt?
Wir auch nicht, doch leider floriert weltweit das Geschäft mit illegaler Software.
Laut Erhebungen der Buisness Software Alliance (BSA) belief sich der Schaden durch Software-Piraterie im Jahr 1998 allein in Deutschland auf rund 840 Millionen DM (480 Millionen US-Dollar) bei einem weltweiten Schaden der sich auf auf ca. 19 Milliarden DM belief. Die Piraterierate in Deutschland liegt hierbei bei ca. 28 Prozent.
Unter Software-Piraterie versteht man das unerlaubte Kopieren, Benutzen oder Herstellen von Software-Produkten, die durch internationale Urheberrechtsgesetze und internationale Abkommen geschützt sind. Software-Piraterie ist strafbar. Die illegale Herstellung und der Handel mit raubkopierter Software wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe geahndet. Zusätzlich stehen dem Geschädigten noch Schadensersatzansprüche gegen den Verletzer zu. Seit 1993 ist software als geistiges Eigentum urheberrechtlich geschützt:
"Computerprogramme werden geschützt, wenn sie individuelle Werke in dem Sinne darstellen, daß sie das Ergebnis der eigenen geistigen Schöpfung ihres Urhebers sind. Zur Bestimmung ihrer Schutzfähigkeit sind keine anderen Kriterien, insbesondere nicht qualitative oder ästhetische, anzuwenden." (§ 69a Abs.3 UrhG)
Das Phänomen Software-Piraterie hat viele Gesichter. Neben professionell organisierten Software-Fälschern tummeln sich heute zahlreiche andere Geschäftemacher im Markt, die das große Geld mit fremdem Eigentum machen wollen. Daneben stehen die Anwender, die Software ohne Lizenz einsetzen und dies weiterhin als Kavaliersdelikt betrachten. Dies betrifft sowohl Anwender im privaten wie auch gewerblichen Bereich. Das Bewusstsein, beim illegalen Umgang mit Software gegen geltendes Recht zu verstoßen und damit erhebliche Risiken einzugehen, ist im Wandel, scheint jedoch noch zu wenig ausgeprägt zu sein.
Durch den illegalen Einsatz fast jeder dritten Software entsteht nicht nur den Software-Herstellern ein immenser Schaden, auch gehen dadurch viele Arbeitsplätze verloren. Eine Hochrechnung im letzten Jahr ergab, dass durch eine Senkung der Piraterie auf das US-Niveau innerhalb von fünf Jahren über 35.000 neue Arbeitsplätze in Deutschland und Steuermehreinnahmen von 3,6 Milliarden DM geschaffen werden könnten.
Es liegt in unser aller Verantwortung, durch Sensibilisierung und Aufklärungsarbeit das Unrechtsbewusstsein über illegalen Softwareeinsatz in Unternehmen zu schärfen. Durch aktive Hilfestellung möchten wir Ihnen den legalen Umgang mit Software näher bringen und erleichtern.
Denn die Gefahren die von Software Piraterie ausgehen, gehen uns alle an:
- Unlauterer Wettbewerb: Systemhäuser, die Software auf die Festplatte kopieren, für die keine Lizenz vorhanden ist (Hard Disk Loading), und/oder gefälschte Produkte verkaufen, zahlen für diese Komponenten weniger. Infolgedessen können sie ihre PCs zu einem niedrigeren Preis anbieten. Mitbewerber sehen sich dazu veranlaßt, ihre Preise zu senken und ihre Margen zu reduzieren, um mit den illegalen Produkten konkurrieren zu können.
- Schlechtere Produkte: Gefälschte Software kann folgende Mängel aufweisen: Viren, schlecht gedruckte Dokumentationen, defekte Datenträger, schlecht oder gar nicht funktionierender Programmcode.
- Rufschädigung: Die Mehrzahl der Hinweise auf Software-Piraterie stammt von unzufriedenen Kunden, die annahmen, Original-Produkte zu erwerben. Gegen Software-Fälscher werden rechtliche Schritte eingeleitet, das kann zu Schadensersatzforderungen führen und zieht oft auch Imageschäden mit sich.
Informationen zu den verschiedenen Arten von Software-Piraterie
So erkennen Sie Original Software von Microsoft
Schützen auch Sie sich besser gegen Raubkopien - denn nicht hinter jedem preisgünstigen Angebot steckt auch legale Ware.
Original Microsoft Produkte zeichnen sich durch aufwändige Echtheitszertifikate aus. Die Echtheitszertifikate (Certificate of Authenticity, COA) von Microsoft bieten einen verbesserten Schutz vor Nachahmungen und Fälschungen. Sie sind mit offenen und versteckten Fälschungsschutz-Merkmalen ausgestattet, die es Microsoft, dem Händler und dem Kunden sehr schnell ermöglichen, ein Original von einer Fälschung zu unterscheiden: Die COAs werden ständig aktualisiert, um den Microsoft-Produkten kontinuierlich den besten Schutz zu gewährleisten. Achtung: Echtheitszertifikate sind NICHT gleichbedeutend mit dem Endnutzerlizenzvertrag (Enduser License agreement, EULA). Es gibt zwei Versionen des Echtheitszertifikates: Das Zertifikat für OEM und DSP - Produkte und das Zertifikat für jedes original Microsoft-Vollprodukt (Retail), Update und jede Schulversion, welches jeweils an der Außenseite der Verpackung aufgebracht ist.
Darüber hinaus können Sie sich über aktuelle Fälle im Bereich Software-Piraterie informieren.







